Die perfekte Vorbereitung für deine Studioaufnahme - Teil 1 / 2

 

So bereitest du dich perfekt auf deine Studioaufnahme vor:

 

 

Endlich ist es soweit – nach unzähligen Stunden im Proberaum oder beim Üben zuhause steht deine erste Aufnahme in einem professionellen Tonstudio an.

Doch was solltest du beachten, damit am Ende das bestmögliche Ergebnis den Weg "auf die Platte" findet?

Was solltest du beherzigen, um die knappe Zeit im Studio optimal auszunutzen?

 

 

Wir haben für euch 5 wichtige Punkte zusammen gestellt, an denen ihr euch vor der ersten Studioaufnahme orientieren könnt.

 

Hier die ersten drei Tipps & Tricks – Nummer 4 und 5 folgen nächste Woche:

 

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1. "Richtig" proben

 

Kann man etwa auch falsch proben? Die Antwort ist ganz einfach: ja!

 

Nehmen wir das Beispiel einer Band, die sich wöchentlich einmal zum gemeinsamen proben und komponieren trifft: Das Schlagzeug steht, die Gitarre ist gestimmt, der Sänger checkt nochmal kurz sein Mikrofon – los gehts! Doch worauf sollte man im Proberaum achten?

 

Zum einen ist es immens wichtig, dass sich alle gut hören können, da ansonsten kleine Spiel-oder Timinigprobleme im Gesamtsound untergehen. Viele nutzen daher schon in der Probensituation Kopfhörer (z.B. den Beyerdynamic DT 770 Pro) bzw. InEar-Monitoring, um die Gesamtlaustärke zu reduzieren. Probiert es mal aus, ihr werdet schon nach kurzer Zeit eine musikalische Verbesserung feststellen und die geringere Lärmbelastung für eure Ohren wird sich nebenbei positiv auf eure Konzentration auswirken.

 

Ebenfalls ist es empfehlenswert, anspruchsvolle Stücke oder Stellen einmal langsamer zu üben, so erlangt ihr die nötige Sicherheit und ihr könnt euch auf andere Dinge konzentrieren.

 

Das führt uns bereits zum zweiten Punkt...

 

 

 

 2. Spielen mit Click (Metronom)

 

Wer kennt sie nicht, die alten, klobigen Geräte, die gerne mal beim Klavierlehrer auf dem Flügel standen. Der Zeiger bewegt sich mühsam von links nach rechts, das leise Klicken bringt jeden Musikschüler ins Schwitzen...

 

Zum Glück gibt es heutzutage andere Möglichkeiten, um uns beim proben, üben oder bei der Studioaufnahme zu kontrollieren und ein perfektes Timing zu ermöglichen (z.B. das Korg MA-1).

 

Vorallem der Schlagzeuger wird, früher oder später, mit einem Metronom konfrontiert werden, da er als der "Tempomacher" einer Band gilt. Doch ist er auch nur ein Teil des Ganzen und fügt, wie jeder andere Musiker der Besetzung, lediglich ein Puzzlestück zum Ergebnis hinzu.

 

Das bedeutet: auch der Rest der Band darf gerne mal ein Metronom benutzen, um sein Puzzlestück ebenfalls möglichst genau einzufügen. Daher ist es wichtig, dass ihr bereits vor der Aufnahme ein Tempo festlegt, mit dem ihr euch vorbereitet und letztendlich auch recorden möchtet.

 

Neben der Möglichkeit sich ein Gerät zu kaufen, welches auf das richtige Tempo eingestellt wird und über einen Kopfhörer genutzt wird, kann man auch sein Smartphone, Tablet oder Laptop für diesen Zweck nutzen. Fast unzählige, kostenlose Apps tummeln sich im Store eurer Wahl, um von euch eingesetzt zu werden. Auch hier gilt: probiert es aus und findet individuell für euch die beste Lösung.

 

Unsere Empfehlung: das "Pro Metronome" von EUMLab, welches sowohl für Android als auch für iOs kostenlos verfügbar ist.

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3. Songablauf, Leadsheet, Text

 

Macht euch bei Proben bzw. beim üben zuhause auf jeden Fall Notizen zu den Songs, die eingespielt/eingesungen werden sollen. Am besten eignet sich die Form des Leadsheet, wo der Songtext mit weiteren Angaben, wie z.B. Akkorden, Breaks, etc. versehen wird.

Genau so wichtig ist der taktgenaue Ablauf, was ungefähr so aussehen könnte:

  • 8 Takte Intro

  • 16 Takte Strophe

  • 16 Takte Refrain

  • 8 Takte Instrumental

  • 16 Takte Strophe

  • ... etc. ...

Auch hier können wieder individuelle Infos ergänzt werden!

 

Für Bands ebenfalls sehr wichtig: wenn ihr im Overdub-Verfahren aufnehmen wollt (Overdub = alle Musiker/Instrumente getrennt nacheinander) sollte geklärt werden, ob auch alle Musiker getrennt voneinader spielen können. Reicht dem Schlagzeuger ein Click auf dem Ohr und ein Leadsheet auf dem Notenständer, oder muss ein weiterer Musiker dabei sein, der ihm als Orientierung dient?

 

Der Sänger kommt ja meist zum Schluß einer Produktion ins Studio, bzw. bei Aufnahmen zu einem Playback als einziger, weswegen er die größte Vorbereitungszeit hat. Aus unserer Erfahrung sollte der Sänger oder die Sängerin auswendig, also ohne Songtext, einsingen können. Der Fokus liegt dann einzig & allein auf der Performance und den Emotionen, die rübergebracht werden sollen. Diese kleine "Fleißarbeit" zahlt sich aus!

 

Abschließend zu diesem Punkt: ihr solltet vorab die Frage klären in welcher Hertzzahl (hz) die Instrumente gestimmt werden sollen. Der Standard liegt bei 440hz (dieses Stimmgerät hilft!).

 

 

>>>  Nächste Woche gibt es dann den zweiten Teil, wo wir über Equipment und Zeitmanagement sprechen werden  <<<

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